
Trinketbox? Trinketbox! Egal – ich habe keine Ahnung, was das genau ist. Ist irgendwas mit tauschen, glaube ich. Mir hat das nichts gesagt, als ich diese rosafarbene Box mit der im besten Sinne eigenartigen Typo im Hof der alten Feuerwache / Köln an einer Wand entdeckte. Sowohl Farbigkeit als auch die schwarzen aufgeklebten Herzchen, der für mich fremdartige Begriff mit der eigentümlichen Worttrennung haben meine Aufmerksamkeit geweckt und so habe ich diese Box fotografiert und zuhause dann abgezeichnet – was ich sonst so gar nicht mache. Auch Rosa und Herzchen hätte ich sonst nicht so sonderlich attraktiv gefunden, aber hier passt einfach alles :)
Und hier, in meinem ersten Scrapbook, hat diese Trinketbox ihren verdienten Platz gefunden. Die Idee, ein Scrapbook zu führen, habe ich aus dem wunderbaren Buch »The Artist’s Toolkit« von Käthe Wenzel und Nadja Driller, das mich kürzlich beim Kauf von Künstlerbedarf angelacht hat. In diesem Buch geht es um Ideenfindung, Kreativität, Überwinden von künstlerischen Krisen, den Blick öffnen.
Das Scrapbook (dt. Sammelbuch) ist praktisch ein analoge Inbox: darin sammle ich einfach ungefiltert alles, was ich interessant finde. Das muss eben auch gar nichts auf den ersten Blick »Künstlerisches« sein, es reicht, dass ich es interessant finde oder dass es mir vielleicht einfach auch »nur« Spaß macht. Spannend daran: Das Zulassen, das Nicht-Zensieren ist immer wieder ein Thema für mich. Genau das offenbart einerseits der Akt des Sammelns und andererseits entsteht so über die Zeit ein Fundus an Motiven, Themen, Mustern, Farbkombinationen etc., die ich vllt. irgendwann wieder aufgreife. In jedem Fall entsteht so auch ein Abbild meines Blicks – der sich durch das Sammeln auch sozusagen nebenbei schärft. Ich jedenfalls fühle mich durch das Füllen meines Scrapbooks bereichert – und bin sehr gespannt, wohin mich dieses bunte Sammelsurium noch führt :)
Vielen Dank an Käthe und Nadja für diesen wertvollen Input!

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