Urban Sketching: Sevilla

Teil 16 meiner 90-Tage-Challenge. Heute sind meine Frau und ich mit der Bahn von Málaga nach Sevilla gefahren. Meine Frau war vor ca. 30 Jahren schon einmal hier und wollte mir die Hauptstadt von Andalusien unbedingt während unseres Sabbaticals zeigen. Und der Tagesausflug hat sich auf alle Fälle gelohnt!

Sevilla ist eine geschichtsträchtige Stadt mit einigen großartigen Gebäuden, sehr schönen Altstadtvierteln mit engen Straßen und herrlichen Plätzen. Hier kann haben wir unter Orangenbäumen immer mal wieder Pausen gemacht – bei den heute sehr hohen Temperaturen war das immer mal wieder nötig.

Ein Motiv finden

In Sevilla ist es bei der Fülle an interessanten Bauten und Sträßchen sehr einfach, ein Motiv zum Malen zu finden. Statt der eigentlichen Touristenattraktionen habe ich mich aber für eine Fassade interessiert, die zwar mitten in der Altstadt liegt, aber gar nicht so typisch für Sevilla ist.

Diese Entscheidung hat kurz die Frage aufgeworfen, für wen ich meine Skizzen eigentlich mache. Und weil ich diese Frage mit »für mich« beantworte, bin ich bei dieser Entscheidung geblieben ;-) Für mich haben diese Skizzen ohnehin eine Bedeutung, die sich nur schwer vermitteln lässt.

So kommen praktisch mit jedem Tag / jeder Zeichnung neue Einsichten und Herausforderungen dazu. Das kann das Mischen von Farben oder der Umgang mit Fluchtpunkten oder das Erfassen von Menschen sein.

Unwägbarkeiten

Ich hatte schnell eine Bank gefunden, die gerade noch im Schatten lag, habe meine Zeichen- und Malutensilien zurechtgelegt, als der feinere meiner beiden Pinsel zwischen zwei Holzstreben der Bank rollte – und für mich unerreichbar wurde, weil die Unterkonstruktion aus Stein war.

Der für mich wichtigere Pinsel ist ein 6mm-Pinsel und musste daher für das gesamte Bild ausreichen, was gut geklappt hat.

Übrigens bin ich dieses Mal angesprochen worden: weil sich die Sonne im Laufe der, wenn auch nur kurzen Zeit, die ich an der Zeichnung gesessen habe, so weit den Schatten verdrängt hatte, dass ich nun in der prallen Nachmittagssonne saß, meinten zwei Spanierinnen zu mir, ich sollte besser aus der Sonne raus. Womit sie prinzipiell recht hatten – ich habe aber stattdessen zugesehen, dass ich zügig fertig wurde, damit ich nicht aus einem anderen Blickwinkel weitermachen musste.

Ab jetzt werde ich noch mehr auf den Lauf der Sonne achten!


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