… der Bus kommt!

Köln–Málaga mit dem Bus: 36h auf der Autobahn. Danach sind wir um einige Erfahrungen reicher – und haben vor allem eine Vorstellung von der Entfernung zwischen unserer Heimatstadt und unserem ersten Reiseziel. Schnappschuss von einem der ersten Zwischenstopps irgendwo an der belgischen Autobahn

Teil #2 meiner 90-Tage-Challenge. Wohin wollen meine Frau und ich während des Vierteljahres, das wir gemeinsam auf Reisen verbringen wollen? Ohne uns groß absprechen zu müssen, sind wir uns einig, dass Flugreisen für nicht uns nicht mehr in Frage kommen. Das engt den Radius zwar beträchtlich ein, aber die Möglichkeiten sind immer noch endlos. Irgendwie und irgendwann wollen wir auf alle Fälle nach Spanien. Aber vielleicht starten wir erstmal im deutschen Norden? Flensburg? Dann Den Haag, Brüssel, Paris? Und erst dann nach Spanien? Oder statt eines Umwegs gen Norden direkt den Süden anpeilen: vielleicht über Porto und Lissabon nach Südspanien?

Nach einigen Überlegungen entscheiden wir uns für einen direkten Start in Spanien. Aber wohin genau wollen wir? Wir kreisen die Ziele weiter ein: eine größere Stadt soll es sein, möglichst eine Universitätsstadt und am Wasser soll sie liegen. Weil meine Frau in ihrer Zeit als Studentin Andalusien lieben gelernt und damals auch Málaga kennen gelernt hat, fällt unsere Wahl auf Málaga. Málaga passt auch aus weiteren Gründen sehr gut für uns: die Stadt wird von Fernreisebussen angefahren und ein Abstecher – vllt. von ein oder zwei Wochen Dauer – nach Marokko ist von hier aus möglich.

Bevor es an die Buchung unserer Reise geht, mache ich noch einen Gesundheitscheck bei meiner Hausärztin: ich will Klarheit über meinen Gesundheitszustand haben. Denn Arztbesuche im Ausland möchte ich vermeiden, wobei natürlich klar ist, dass diese niemals ganz auszuschließen sind. Nachdem ich von der Hausärztin ein O.k. bekomme, steht unserer Buchung nichts mehr im Weg.

Also buchen wir zwei Tickets bei Eurolines zu je 110€ einfache Fahrt. Losgehen soll es am Samstag, 2.7.22 um 6:15 vom Fernreisebusbahnhof am Köln/Bonner Flughafen. Ankunft in Málaga am Sonntag, 3.7.22 um 17:05. Dazwischen ein Mal Umsteigen am Sonntag 6:00 in Serrano.

Bisherige Erfahrungen mit Fernbussen

2017 war ich für gut drei Wochen in Indien und habe mit unserer Tochter, die damals ein soziales Jahr in Südindien verbrachte, längere Busreisen gemacht. Das waren allerdings Nachtreisebusse, in denen man Zweierkabinen buchte und dementsprechend Platz hatte – die Luxusvariante. Und vor ca. 25 Jahren sind meine Frau und ich auch schon mal mit Eurolines Köln – Lissabon gefahren. Diese Fahrten habe ich als ziemlich anstrengend in Erinnerung … Daher ist mir schon etwas mulmig bei der Aussicht auf die 36h Busfahrt. Aber egal – wir entscheiden uns dafür und nach der Order der Tickets buchen wir ein Wohnung per AirBnB in Málaga.

Vorbereitungen

Ich habe mich über einen langen Zeitraum meinen Kund*innen über unser Sabbatical informiert, einigen habe ich erst in der Abfahrtswoche darüber informiert. Das war zwar suboptimal, aber: ich erhalte nur gute Wünsche für die Auszeit! Und ich sichere Kunden zu, dass ich Mails mindestens ein Mal wöchentlich abrufe (herzlichen Dank an Heike Burch [leben-pur.ch] für diesen Input!) und die WordPress-Seiten, die ich warte, werden natürlich weiter gebackupt, Updates werde ich aber von Unterwegs nicht aufspielen. Auch das wird von meinen Kund*innen entspannt aufgenommen.

Obwohl es über lange Zeit auf meiner To-do-Liste stand, kaufe ich erst am Tag vor unserer Abreise zwei Paar Schuhe. Ich habe einfach kein passendes Schuhwerk für eine Reise in den Süden. Im Kölner Globetrotter werde ich recht schnell fündig und kaufe mir zwei paar leichte Paar Schuhe. Laut angehängten Produktinfos sind zumindest ein Teil der Schuhe aus Recyclingmaterial. Ich hätte noch mehr Zeit in Recherche bzgl. nachhaltiger Schuhfirmen stecken können – aber dafür ist es jetzt zu spät, bin aber happy mit meiner Kaufentscheidung. Ein Paar ist von Teva, eins von Keen.

Dann gönne ich mir noch zwei kurze Schlafanzüge – alles andere meines Reisegepäcks wird aus meinem Kleiderschrank sein. Ach ja: ich habe zwei Wochen vor unserer Abreise einen Meilenstein im Jobkontext erreicht (die Überarbeitung und Aktualisierung meines InDesign-Buches) und gönne mir – auch in Aussicht auf unsere Reise – ein iPad samt Tastatur. Beides hat sich an den ersten beiden Tagen extrem bewährt: das Schreiben von Blogbeiträgen etc. geht hiermit unglaublich flüssig. Da ich über viele Jahre kein iPad hatte, ist das für mich ein wirkliches Aha-Erlebnis.

Ich hatte mir vorgenommen, in den drei Monaten unserer Auszeit je ein Videotutorial samt Blogbeitrag und Newsletter online zu stellen. In der Woche unserer Abfahrt nehme ich zwar noch drei Tutorials auf, aber ich schaffe nur, eines davon so vorzubereiten, dass es im Juli online geht. Am Freitagabend ist es irgendwann zu spät, noch weiter daran zu arbeiten: ich möchte noch ein paar Stunden Schlaf bekommen.

Es geht los

Den Reiserucksack habe ich am Freitag gepackt und da ich bis spät abends noch am Laptop sitze, packe ich den Rechner mit als letztes in meinen Handgepäckrucksack. Das hat den Vorteil, dass ich mir keine Gedanken um den Rechner im Stauraum des Reisbusses machen brauche. Aber trotz der eigentlich geringen Maße des 15“-MacBooks macht es mein Handgepäck doch ein ganzes Stück sperriger und schwerer …

Nach ein paar wenigen Stunden Schlaf, schreckt mich um 3:15 der Wecker aus dem Schlaf. Ich stehe auf und merke schnell, dass die letzte Stunde im Kölner Zuhause fürs Fertigmachen, Frühstücken und Brotschmieren eher knapp bemessen war. Die Zeit vergeht viel zu schnell, und um 4:20 verlassen meine Frau und ich das Haus, um die Straßenbahn um kurz nach halb fünf zu bekommen. Haben wir Masken dabei? Wir sind in Hektik. Ja, Masken sind griffbereit. Die Bahn kommt pünktlich.

Wir steigen am Kölner Hauptbahnhof in die Regionalbahn um, die auch pünktlich kommt. In beiden Bahnen sind Mitfahrende, die keine Masken tragen. Eine weitere Situation für mich, um mich in Ruhe zu üben und mich nicht noch mehr aufzuregen – nervös bin ich schon genug …

Wir kommen planmäßig um 5:15 am Köln / Bonner Flughafen an. Wir haben also noch eine Stunde bis zur Abfahrt des Euroliners. Zeit genug, um in Ruhe zum Fernbusbahnhof zu gehen und nochmal zur Toilette zu gehen. Am Fernbusbahnhof angekommen erwartet uns die erste Überraschung: unser Bus ist auf dem Abfahrtsplan von Eurolines nicht aufgeführt. Gegencheck auf unseren ausgedruckten Tickets: wir müssten eigentlich hier richtig sein … Aber Unsicherheit beschleicht uns, die mit der Zeit immer größer wird, weil wir kaum Wartende finden, die auch nach Spanien wollen … Die meisten der Wartenden sind Ukrainer*innen, die in ihre vom Krieg gebeutelte Heimat zurück fahren. Das lässt uns nicht kalt und es fühlt sich widersprüchlich an, dass die einen in ein Kriegsgebiet zurück fahren und wir in eine Auszeit von unserem Kölner (Berufs-)Alltag starten …

Wo bleibt der Bus?

Die Uhr zeigt allmählich 6:00 an und es ist kein Bus Richtung Spanien in Sicht. Das ändert sich auch nicht um 6:15, unserer geplanten Abfahrtszeit. Wir vermuten zwar, dass der Bus nicht in Köln startet, wissen tun wir aber nichts über den Fahrtverlauf unseres Busses. Wir werden immer nervöser. Meine Frau versucht online an Informationen zu kommen, aber die Website von Eurolines bietet rein gar keine hilfreichen Informationen an und der Schalter von Eurolines im Flughafen bleibt auch verwaist. Der Versuch, per Telefon jemanden zu erreichen – immerhin ist eine Telefonnummer auf den Tickets hinterlegt –, läuft ins Leere: »Diese Telefonnummer ist derzeit nicht erreichbar«.

Gegen 6:40 biegt ein Bus in den Busbahnhof ein, der ein spanisches Ziel vorne auf der Anzeige stehen hat. Allerdings: weder Busunternehmen noch Buslinie, die unseren Tickets zu entnehmen sind, passen. Das kann also nicht unser Bus sein. Oder doch? Meine Frau geht zum Bus und winkt mich kurz darauf zu sich: es ist unser Bus. Völlig abgehetzt und immer noch zweifelnd, ob das wirklich unser Bus sein kann, geht jetzt alles sehr schnell: die Rucksäcke sind im Nu im Gepäckraum verstaut und meine Frau und ich finden ohne Weiteres zwei Sitzplätze nebeneinander.

Zu viel Handgepäck

Sofort ist klar: mein Handgepäckrucksack ist viel, viel zu sperrig. An das Verstauen über unseren Köpfen ist nicht zu denken, für den schmalen Stauraum ist mein Daypack viel zu ausladend. Daran ändert auch nicht wirklich etwas, dass ich ein paar Bücher heraus nehme und in das Gepäcknetz an die Sitzlehne meiner vorderen Mitreisenden umpacke. Mit einiger Mühe gelingt es mir schließlich, den Rucksack in den Fußraum meines Platzes zu stopfen. Dass es ab jetzt richtig unbequem werden wird, ist mir sofort klar. Zumal der Raum zwischen der Mitfahrenden vor mir und meinem Sitz ohnehin nicht gerade großzügig bemessen ist.

Egal: was im Moment zählt: wir sind im richtigen Bus! Wir sind unterwegs! Vor einer Viertelstunde haben wir uns noch Szenarien ausgemalt, was wir machen würden, wenn der Bus ausgefallen wäre … Also: Blick auf das richten, was da ist (der fahrende Bus) und nicht auf das, was nicht da ist (Platz). Und ja: dass die Busfahrt anstrengend und nicht wirklich luxuriös werden würde, damit hatten wir gerechnet. Dass die Busfahrt allerdings mit soviel Aufregung starten und mit so wenig Platz verlaufen würde, hatten wir uns anders gewünscht.

Im Bus

Um uns herum hören wir praktisch nur noch Spanisch, manchmal Portugiesisch, deutsch praktisch nicht mehr. Auch die Ansagen der Bediensteten von Iberocoach, des spanischen Busunternehmens mit dem wir jetzt unterwegs sind, geben ihre Ansagen ausschließlich in Spanisch aus. Gut, dass meine Frau Spanisch spricht. Mein Spanisch reicht, um so das Allergröbste mitzubekommen, aber schon bei den Zahlen, die angeben, wie lange die vielen Stopps, die wir machen werden, dauern, muss ich mich sehr konzentrieren. Aber allmählich höre ich mich wieder in das Spanische hinein und der spanische Singsang ist mir nach kurzem wieder vertraut. Immerhin waren wir als fünfköpfige Familie 2013/14 für ein halbes Jahr in Las Palmas. Da ist doch einiges hängen geblieben.

Seltsam, wie verloren ich mich dennoch fühle: ahnend, dass ich mit deutsch ab jetzt nicht mehr viel erreichen kann …

Die Stopps werden kurz vorher angekündigt, aber Infos, wie lange es bis zum nächsten Halt dauern wird oder wie viele Mitreisende noch dazu steigen werden, erhalten wir nicht. Nach einigen Zwischenstopps wie Aachen und Brüssel ist der Bus voll. Paris fahren wir nun nicht mehr an, dafür haben wir in Brüssel zwei Mal lange Halt gemacht. Ohne Aussteigen zu können. Insgesamt hätte ich mir gewünscht, mehr Informationen zu erhalten, aber dieser Wunsch bleibt eben ein Wunsch.

Über die vielen Stunden richten wir uns allmählich ein und zwischendurch fallen uns immer mal wieder die Augen zu. Auch meine Not mit der geringen Beinfreiheit wird mit der Zeit immer händelbarer (ich schichte immer mehr an Kleinkram in die Ablage über uns um – und unser Proviant wird natürlich auch immer weniger), so dass es eigentlich ganz gut mit der Busreise geht!

Sanitäre Anlagen

Egal, womit man unterwegs ist, sanitäre Anlagen sind immer ein kritischer Punkt. In unserem Reisebus gibt es eine Toilette. Ich meide sie. Und die Toiletten an Autobahnrastplätzen und -gaststätten sind in sehr unterschiedlichen Zustand. Ein gewisse Großzügigkeit in Hinblick auf Sauberkeit macht hier den Gang zur Toilette einfacher …

Bei diesem Thema habe ich mich auch immer wieder gefragt, was eine gute Strategie ist: erst einmal alle anderen vorlassen? Oder sich direkt mit einreihen? Wie auch immer, die teils knapp bemessene Zeit der Pausen habe ich als Herausforderung erlebt.

Orientierungslosigkeit

Bei der Fahrt von 36h habe ich sehr schnell die Orientierung verloren. Sowohl bezogen auf die Gegend, in der wir unterwegs waren als auch auf die Zeit. Irgendwie ging alles konturlos ineinander über, zumal man noch nicht einmal mehr mitbekommt, wann man Ländergrenzen übertritt. Von der Strecke Köln–Málaga hatte ich auch keine wirkliche Vorstellung.

Und: Lesen habe ich als sehr schwierig erlebt. Dafür reichte die Konzentration häufig nicht aus. Und da das WLAN nach einem wie ich finde sehr geringem Kontingent erschöpft war, konnte ich auch keine Musik mehr hören – ich hatte versäumt (obwohl auch das lange auf meiner To-do-Liste stand), mir albenweise Musik auf mein iPhone zu laden. Somit habe ich viel Zeit in einem seltsamen Zustand der Desorientierung und des sich Ergebens in die Situation erlebt – ohne die Zeit irgendwie sinnvoll nutzen zu können.

Umsteigen

Um 6:00 kamen wir pünktlich in Serrano an. Einem weiteren gesichtslosen Autobahnrasthof auf unserer bisherigen Reise – mit einem riesigen Busbahnhof. Hier wurden – daran hatten wir uns mittlerweile mehr oder minder gewöhnt – Ansagen auf Spanisch ins Mikro gebellt, denen zu entnehmen waren, dass wir jetzt einerseits 40 Minuten Zeit zum Frühstücken hätten und andererseits Zeit zum Umsteigen sei. Ob Frühstück Toilettengang und Umsteigen in dieser Zeit stattfinden sollte, hat sich mir nicht erschlossen.

Dann wurden für die Umsteigenden Zettelchen verteilt mit den entsprechenden Nummern der Anschlussbusse. Anschließend ab in das Restaurant, in der sich in kürzester Zeit lange Schlangen vor der Frühstücksausgabe als auch vor den Toiletten bildeten. Wir haben uns direkt gegen Anstehen am Frühstück und für Toilettengang entschieden.

Meine Frau und ich haben uns hier sehr schnell aus den Augen verloren. Und für gefühlte hunderte Anstehende gab es gerade einmal knapp 10 Toiletten. Da hier das Recht des Stärkeren, des Vordränglers galt, habe ich mich hier genauso verhalten – was mir eigentlich zuwider ist.

Beim Weg aus dem Bereich der sanitären Anlagen habe ich fast Panik gespürt: es drängten immer mehr Personen in den Toilettenbereich, als Personen hinausgingen – und ein Ende war nicht abzusehen. Ich habe dann die Zögernden vor mir auf dem Weg hinaus aus dem sehr beengten Zu-/Ausgangbereich mit einem »Vale« aufgemuntert, rauszukommen. Sehr unangenehme Situation, zumal ich eigentlich nicht zu Platzangst neige, aber das war eine von mir als sehr beängstigend erlebte Situation.

Meine Frau und ich haben uns anschließend in dem immer noch herrschenden Gewusel wiedergefunden – um uns draußen, auf dem sehr weitläufigen, nur von wenigen Strahlern beleuchteten Busbahnhof auf die Suche nach unserm Anschlussbus nach Málaga zu machen. Und dabei erwischte uns nach den stressigen Start vor 24h die nächste Überraschung: Auf dem Weg in die Autobahngaststätte hatten wir unseren Bus mit der passenden Nummer parken gesehen – und genau dieser Bus stand jetzt nicht mehr an seinen Platz! Daher mussten wir jetzt zwischen den etwa 15 riesigen Reisebussen sowohl unseren bisherigen Bus (indem noch unser Gepäck auf uns wartete) als auch den Anschlussbus suchen – und möglichst auch finden. Eine weitere surreale Situation: ohne zu wissen, wo man genau ist, ohne direkte*n Ansprechpartner*in völlig übernächtigt unter Stress zu stehen.

Irgendwann haben wir dann immerhin unseren ersten Bus wiedergefunden, aus dem wir erstmal unsere Rucksäcke geholt haben. Vom Anschlussbus war aber immer noch keine Spur: war der schon weiter gefahren? Welche Alternative bliebe uns dann?

Der richtige Bus kam dann aber irgendwann doch noch – er hatte wohl nur eine für uns völlig rätselhafte Runde gedreht. Der Bus war bisher komplett unbesetzt: daher großes Gedränge, als endlich die Bustüren geöffnet wurden. Dass an dieser Stelle wieder keinerlei Infos über Reiseroute mitgeteilt wurde oder gar ein paar Worte der Begrüßung geäußert wurden, hat uns schon gar nicht mehr überrascht.

Wir haben glücklicherweise wieder zwei Plätze nebeneinander gefunden und kurz nachdem alle auf ihren Plätzen waren, startete unsere nächste Etappe. Ein paar Stunden später war dann wieder Zeit für eine längere Pause. Brüllende Hitze samt Kiefernduft empfing uns: langsam realisieren wir, dass wir in Spanien sind und uns nur noch wenige Stunden – ca. acht – von unserem Ziel trennen.

Ankunft in Málaga

Kurz nach 18:00 kommen wir am Busbahnhof Málaga an. Auf Google-Maps checken wir die Dauer des Fußwegs, der nun noch bis zu unsere AirBnB-Wohnung vor uns liegt: 35 Minuten. Das nehmen wir noch auf uns. Es ist zwar nicht wirklich heiß, aber wir sind ausgelaugt und mit jedem Schritt fühlen sich die Rucksäcke schwerer an, zumal es immer weiter bergan geht.

Immerhin bekommen wir so schon einen ersten Eindruck von Málaga – aber wir zahlen einen hohen Preis dafür: nach der sehr langen Busfahrt, den seelischen Belastungen, dem Schlafmangel ist der Fußweg insgesamt doch eine Strapaze. Google lag sehr richtig mit den angegebenen 35 Minuten, so dass wir um kurz nach 19 Uhr bei Carlos, unserem AirBnB-Host, der uns auf der Straße erwartet, ankommen.

Nach einer kurze Führung durch das sehr schöne, nett eingerichtete, geräumige Appartement im dritten Stock verabschiedet sich Carlos. Wir sind glücklich, angekommen zu sein und fühlen uns direkt wohl hier in Málaga!

Und ja: ich würde die Reise mit dem Bus wieder machen! Ein paar Learnings von dieser Reise würde ich nächstes Mal mitnehmen – und in irgendeiner Form wird das in knapp drei Monaten zum Tragen kommen:

  • Wenig Handgepäck
  • Keine Käsebrote einpacken bei Reisen in die Wärme
  • Über die Anschaffung eines Nackenkissens nachdenken: nach zwei Tagen habe ich von der verkrampften Schlafhaltung auf dem Bussitz immer noch einen verkrampften Nacken


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert